Vorbereitung auf die Laserbehandlung – damit die Energie dort wirkt, wo sie soll
Eine erfolgreiche Laserbehandlung beginnt bereits vor dem ersten Laserimpuls. Die richtige Vorbereitung sorgt dafür, dass das pigmentierte Haar im Follikel vorhanden ist, die Haut möglichst unbelastet behandelt werden kann und die eingesetzte Laserenergie tatsächlich dort ankommt, wo wir sie benötigen – am Haarfollikel.
Schonend und wirklich gründlich rasieren
Die Behandlungszone soll am Abend vor der Behandlung beziehungsweise am Morgen des Behandlungstags schonend und gründlich rasiert werden.
Dabei ist „gründlich“ wichtig: Sichtbar aus der Haut herausstehende Haare nehmen einen Teil der Laserenergie bereits oberhalb der Hautoberfläche auf. Sie können dort versengen beziehungsweise verbrennen – und diese Energie steht dann nicht mehr in derselben Form für den gezielten Energieeintrag in den Haarfollikel zur Verfügung.
Deshalb gilt bei BeauMed: so gründlich wie möglich rasieren, ohne die Haut dabei unnötig zu reizen.
Rasieren entfernt nur den sichtbaren Teil des Haares. Der pigmentierte Anteil im Haarfollikel bleibt erhalten und kann die Laserenergie aufnehmen.
Wachsen, Zupfen, Epilieren und Sugaring – nein
Bei Wachsen, Zupfen, Epilieren oder Sugaring wird das Haar aus dem Follikel gezogen. Genau dieses pigmentierte Haar benötigen wir jedoch als Träger für den Laserimpuls.
Fehlt es im Follikel, fehlt dem Laser das entscheidende Ziel.
Deshalb gilt während der gesamten Behandlungsserie:
Rasieren ja – Wachsen, Zupfen, Epilieren und Sugaring nein.
Wenn vor Beginn der Laserserie gewachst, gezupft oder epiliert wurde, sollte ungefähr drei bis vier Wochen gewartet und sichtbarer Nachwuchs abgewartet werden. Das Haar muss wieder im Follikel vorhanden sein, damit es vom Laser erreicht werden kann.
Behandlungsabstände – dem Haarwachstum folgen
Laser-Haarentfernung funktioniert nicht dadurch besser, dass möglichst oft behandelt wird. Entscheidend ist, dass neue Haare wieder in die aktive Wachstumsphase gekommen sind.
Als BeauMed-Richtwert gilt:
Gesicht: ungefähr alle 4 Wochen. Körper: ungefähr alle 6 Wochen.
Im Verlauf einer Behandlungsserie können sich die Abstände verändern, wenn der Haarwuchs entsprechend zurückgeht.
Sonne, Solarium und frische Bräune
Frische Bräune ist für eine Laserbehandlung ein wichtiger Sicherheitsfaktor.
Durch Sonne oder Solarium steigt die Pigmentierung der Haut. Damit befindet sich mehr Melanin nicht nur im gewünschten Ziel – dem Haar –, sondern auch in der Haut. Das verändert die Aufnahme der Laserenergie und muss bei der Behandlung berücksichtigt werden.
Bei BeauMed wird deshalb nicht einfach nach dem Augenschein gearbeitet. Wir messen unter anderem Melanin und Hämoglobin und berücksichtigen die tatsächliche Hautpigmentierung bei der Wahl der Wellenlänge und der Behandlungsparameter.
Eine frisch und deutlich gebräunte Haut wird nicht einfach behandelt, nur weil technisch auch ein Neodym-YAG-Laser (Nd:YAG-Laser) mit 1064 nm zur Verfügung steht. Entscheidend ist die tatsächlich gemessene Ausgangssituation.
Selbstbräuner, Spray-Tan und Bräunungspräparate
Künstlich erzeugte Bräune ist vor einer Laserbehandlung besonders ernst zu nehmen. Sie verändert die Pigmentierung beziehungsweise die optischen Eigenschaften der Haut und kann dazu führen, dass unerwünscht mehr Laserenergie an der Hautoberfläche aufgenommen wird.
Deshalb gelten bei BeauMed klare Vorbereitungsregeln:
- Bräunungsfördernde Tabletten beziehungsweise entsprechende Bräunungspräparate: mindestens 4 Wochen vor der ersten Laserbehandlung absetzen.
- Selbstbräuner-Cremen und vergleichbare Produkte: mindestens 1 Woche vor der Behandlung nicht mehr verwenden.
- Spray-Tan: vor einer Laserbehandlung nicht anwenden; vorhandene künstliche Bräune muss vollständig abgeklungen beziehungsweise entfernt sein.
Diese Regeln sind keine Kosmetikformalität. Eine künstlich erhöhte oder verfälschte Hautpigmentierung kann die Energieaufnahme der Haut wesentlich verändern. Deshalb muss BeauMed vor der Behandlung wissen, ob solche Produkte verwendet wurden.
Am Behandlungstag: saubere, unbehandelte Haut
Die Behandlungszone soll sauber und frei von Produkten sein.
Das bedeutet insbesondere:
- kein Make-up auf einer zu behandelnden Gesichtszone,
- keine Körpercreme oder Lotion auf der Behandlungsfläche,
- kein Deo auf einer zu behandelnden Achsel,
- keine Selbstbräuner,
- keine unnötigen Pflege- oder Kosmetikprodukte unmittelbar vor der Behandlung.
So kann die Haut beurteilt, gemessen und ohne störende Produktrückstände behandelt werden.
Medikamente und besondere Hautsituationen unbedingt vorher mitteilen
Wenn Medikamente eingenommen werden oder die Haut in der Behandlungszone gereizt, verletzt, entzündet oder anderweitig auffällig ist, muss das BeauMed-Team vor der Behandlung darüber informiert werden.
BeauMed ist ein kosmetisches Institut und erteilt keine medizinischen Freigaben.
Bei medizinischen Fragen, Erkrankungen oder Unsicherheiten, die eine ärztliche Beurteilung erfordern, muss die medizinische Abklärung außerhalb von BeauMed mit dem zuständigen Arzt erfolgen. BeauMed entscheidet anschließend ausschließlich, ob eine kosmetische Laserbehandlung nach den eigenen Behandlungs- und Sicherheitsregeln durchgeführt wird.
Gute Vorbereitung ist Teil der Wirkung
Ein hochwertiger Alexandrit-Laser mit 755 nm oder Nd:YAG-Laser mit 1064 nm allein genügt nicht. Für eine optimale Behandlung müssen auch die Voraussetzungen stimmen:
gründlich rasiertes Haar, pigmentiertes Haar im Follikel, keine künstlich verfälschte Hautpigmentierung, eine möglichst unbelastete Haut und korrekt gewählte Behandlungsparameter.
Deshalb verbindet BeauMed leistungsfähige Lasertechnik mit objektiver Hautmessung und klaren Vorbereitungsregeln.
Denn jede unnötig an der Hautoberfläche verlorene Energie fehlt dort, wo wir sie eigentlich einsetzen wollen – am Haarfollikel.
