BeauMed Wissen

Vorbereitung und Nachsorge

Wie du dich auf eine Laserbehandlung vorbereitest und was die Haut danach braucht.

Vorbereitung und Nachsorge bei BeauMed: Rasieren ist erlaubt, Wachsen, Zupfen und Epilieren pausieren; danach 48 Stunden schonen.

Vorbereitung auf die Laserbehandlung – damit die Energie dort wirkt, wo sie soll

Eine erfolgreiche Laserbehandlung beginnt bereits vor dem ersten Laserimpuls. Die richtige Vorbereitung sorgt dafür, dass das pigmentierte Haar im Follikel vorhanden ist, die Haut möglichst unbelastet behandelt werden kann und die eingesetzte Laserenergie tatsächlich dort ankommt, wo wir sie benötigen – am Haarfollikel.

Schonend und wirklich gründlich rasieren

Die Behandlungszone soll am Abend vor der Behandlung beziehungsweise am Morgen des Behandlungstags schonend und gründlich rasiert werden.

Dabei ist „gründlich“ wichtig: Sichtbar aus der Haut herausstehende Haare nehmen einen Teil der Laserenergie bereits oberhalb der Hautoberfläche auf. Sie können dort versengen beziehungsweise verbrennen – und diese Energie steht dann nicht mehr in derselben Form für den gezielten Energieeintrag in den Haarfollikel zur Verfügung.

Deshalb gilt bei BeauMed: so gründlich wie möglich rasieren, ohne die Haut dabei unnötig zu reizen.

Rasieren entfernt nur den sichtbaren Teil des Haares. Der pigmentierte Anteil im Haarfollikel bleibt erhalten und kann die Laserenergie aufnehmen.

Wachsen, Zupfen, Epilieren und Sugaring – nein

Bei Wachsen, Zupfen, Epilieren oder Sugaring wird das Haar aus dem Follikel gezogen. Genau dieses pigmentierte Haar benötigen wir jedoch als Träger für den Laserimpuls.

Fehlt es im Follikel, fehlt dem Laser das entscheidende Ziel.

Deshalb gilt während der gesamten Behandlungsserie:

Rasieren ja – Wachsen, Zupfen, Epilieren und Sugaring nein.

Wenn vor Beginn der Laserserie gewachst, gezupft oder epiliert wurde, sollte ungefähr drei bis vier Wochen gewartet und sichtbarer Nachwuchs abgewartet werden. Das Haar muss wieder im Follikel vorhanden sein, damit es vom Laser erreicht werden kann.

Behandlungsabstände – dem Haarwachstum folgen

Laser-Haarentfernung funktioniert nicht dadurch besser, dass möglichst oft behandelt wird. Entscheidend ist, dass neue Haare wieder in die aktive Wachstumsphase gekommen sind.

Als BeauMed-Richtwert gilt:

Gesicht: ungefähr alle 4 Wochen. Körper: ungefähr alle 6 Wochen.

Im Verlauf einer Behandlungsserie können sich die Abstände verändern, wenn der Haarwuchs entsprechend zurückgeht.

Sonne, Solarium und frische Bräune

Frische Bräune ist für eine Laserbehandlung ein wichtiger Sicherheitsfaktor.

Durch Sonne oder Solarium steigt die Pigmentierung der Haut. Damit befindet sich mehr Melanin nicht nur im gewünschten Ziel – dem Haar –, sondern auch in der Haut. Das verändert die Aufnahme der Laserenergie und muss bei der Behandlung berücksichtigt werden.

Bei BeauMed wird deshalb nicht einfach nach dem Augenschein gearbeitet. Wir messen unter anderem Melanin und Hämoglobin und berücksichtigen die tatsächliche Hautpigmentierung bei der Wahl der Wellenlänge und der Behandlungsparameter.

Eine frisch und deutlich gebräunte Haut wird nicht einfach behandelt, nur weil technisch auch ein Neodym-YAG-Laser (Nd:YAG-Laser) mit 1064 nm zur Verfügung steht. Entscheidend ist die tatsächlich gemessene Ausgangssituation.

Selbstbräuner, Spray-Tan und Bräunungspräparate

Künstlich erzeugte Bräune ist vor einer Laserbehandlung besonders ernst zu nehmen. Sie verändert die Pigmentierung beziehungsweise die optischen Eigenschaften der Haut und kann dazu führen, dass unerwünscht mehr Laserenergie an der Hautoberfläche aufgenommen wird.

Deshalb gelten bei BeauMed klare Vorbereitungsregeln:

  • Bräunungsfördernde Tabletten beziehungsweise entsprechende Bräunungspräparate: mindestens 4 Wochen vor der ersten Laserbehandlung absetzen.
  • Selbstbräuner-Cremen und vergleichbare Produkte: mindestens 1 Woche vor der Behandlung nicht mehr verwenden.
  • Spray-Tan: vor einer Laserbehandlung nicht anwenden; vorhandene künstliche Bräune muss vollständig abgeklungen beziehungsweise entfernt sein.

Diese Regeln sind keine Kosmetikformalität. Eine künstlich erhöhte oder verfälschte Hautpigmentierung kann die Energieaufnahme der Haut wesentlich verändern. Deshalb muss BeauMed vor der Behandlung wissen, ob solche Produkte verwendet wurden.

Am Behandlungstag: saubere, unbehandelte Haut

Die Behandlungszone soll sauber und frei von Produkten sein.

Das bedeutet insbesondere:

  • kein Make-up auf einer zu behandelnden Gesichtszone,
  • keine Körpercreme oder Lotion auf der Behandlungsfläche,
  • kein Deo auf einer zu behandelnden Achsel,
  • keine Selbstbräuner,
  • keine unnötigen Pflege- oder Kosmetikprodukte unmittelbar vor der Behandlung.

So kann die Haut beurteilt, gemessen und ohne störende Produktrückstände behandelt werden.

Medikamente und besondere Hautsituationen unbedingt vorher mitteilen

Wenn Medikamente eingenommen werden oder die Haut in der Behandlungszone gereizt, verletzt, entzündet oder anderweitig auffällig ist, muss das BeauMed-Team vor der Behandlung darüber informiert werden.

BeauMed ist ein kosmetisches Institut und erteilt keine medizinischen Freigaben.

Bei medizinischen Fragen, Erkrankungen oder Unsicherheiten, die eine ärztliche Beurteilung erfordern, muss die medizinische Abklärung außerhalb von BeauMed mit dem zuständigen Arzt erfolgen. BeauMed entscheidet anschließend ausschließlich, ob eine kosmetische Laserbehandlung nach den eigenen Behandlungs- und Sicherheitsregeln durchgeführt wird.

Gute Vorbereitung ist Teil der Wirkung

Ein hochwertiger Alexandrit-Laser mit 755 nm oder Nd:YAG-Laser mit 1064 nm allein genügt nicht. Für eine optimale Behandlung müssen auch die Voraussetzungen stimmen:

gründlich rasiertes Haar, pigmentiertes Haar im Follikel, keine künstlich verfälschte Hautpigmentierung, eine möglichst unbelastete Haut und korrekt gewählte Behandlungsparameter.

Deshalb verbindet BeauMed leistungsfähige Lasertechnik mit objektiver Hautmessung und klaren Vorbereitungsregeln.

Denn jede unnötig an der Hautoberfläche verlorene Energie fehlt dort, wo wir sie eigentlich einsetzen wollen – am Haarfollikel.

Nachsorge – was die Haut nach der Laserbehandlung braucht

Nach einer wirkungsvollen Laserbehandlung wurde im Haarfollikel gezielt Wärme erzeugt. Auch wenn die Haut während der Behandlung intensiv gekühlt wird, darf sie danach etwas Zeit bekommen, sich vollständig zu beruhigen.

Die Nachsorge ist deshalb einfach: kühlen, schonen, direkte Sonne vermeiden und der Haut keine unnötigen zusätzlichen Reize zumuten.

Was direkt nach der Behandlung normal sein kann

Eine leichte Rötung oder ein Wärmegefühl ähnlich wie nach milder Sonne kann nach der Behandlung auftreten.

Auch kleine Reaktionen unmittelbar um die behandelten Haarfollikel können sichtbar sein. Das ist nach einer Laserbehandlung grundsätzlich nichts Ungewöhnliches und klingt häufig innerhalb weniger Stunden wieder ab.

Wenn eine Reaktion ungewöhnlich stark ist oder deutlich länger bestehen bleibt, sollte das BeauMed-Team informiert werden.

Die Haut zuerst beruhigen lassen

Direkt nach der Behandlung sollte die behandelte Zone nicht zusätzlich unnötig gereizt werden.

Das bedeutet insbesondere:

  • nicht stark reiben oder scheuern,
  • möglichst keine aggressiven oder stark parfümierten Produkte auftragen,
  • sehr heiße Belastungen zunächst vermeiden,
  • die behandelte Haut sauber und möglichst ruhig halten.

Nach der Behandlung empfinden viele Kunden eine kühlende Aloe-Vera-Lotion als besonders angenehm. BeauMed verwendet diesen Hinweis als allgemeine Pflegeempfehlung und nicht als medizinische Behandlung.

Sport, Sauna und Schwimmen

Intensiver Sport, Sauna und Schwimmen sollten direkt nach der Behandlung vorübergehend pausiert werden.

Der Grund ist einfach: Wärme, starkes Schwitzen, Reibung, Chlor- beziehungsweise Badewasser und zusätzliche Hautbelastung sind unmittelbar nach einer Laserbehandlung nicht das, was die gerade behandelte Haut benötigt.

Wir geben dafür nicht pauschal dieselbe Stundenzahl für jede Körperzone und jede Hautreaktion vor. Entscheidend ist, dass die Haut wieder vollständig beruhigt ist. Die konkreten BeauMed-Hinweise erhält der Kunde bei der Behandlung.

Deo nach einer Achselbehandlung

Nach einer Achselbehandlung sollte mit Deo gewartet werden, bis die Haut vollständig beruhigt ist.

Als BeauMed-Anhaltspunkt gelten etwa 48 Stunden.

Gerade unmittelbar nach der Behandlung sollten Alkohol, Duftstoffe oder andere reizende Bestandteile nicht unnötig auf die frisch behandelte Haut aufgetragen werden.

Sonne nach der Behandlung

Die behandelte Haut sollte nach der Laserbehandlung konsequent vor direkter Sonne geschützt werden.

Das ist besonders wichtig, weil zusätzliche UV-Belastung die Pigmentierung der Haut verändert und die bereits behandelte Haut unnötig reizen kann.

Deshalb gilt: direkte Sonne vermeiden und die behandelte Zone schützen.

Bei der nächsten Behandlung berücksichtigt BeauMed wieder die tatsächlich vorhandene Hautpigmentierung und misst unter anderem Melanin und Hämoglobin.

Intimbereich und empfindliche Zonen

Auch im Intimbereich gilt nach der Behandlung: Reibung und zusätzliche Belastung möglichst reduzieren.

Lockere Kleidung ist angenehmer als enge, scheuernde Kleidung. Die Zone sollte zunächst Ruhe bekommen.

Wann Sport, starke Reibung oder sexuelle Aktivität wieder angenehm und sinnvoll sind, hängt davon ab, wie schnell sich die behandelte Haut vollständig beruhigt. BeauMed gibt dazu bei der Behandlung die passenden Hinweise für die konkrete Situation.

Wann fallen die behandelten Haare aus?

Die behandelten Haare verschwinden nicht zwingend unmittelbar nach dem Laserimpuls.

Sie werden in den folgenden Tagen nach und nach abgestoßen. Als BeauMed-Richtwert gelten ungefähr sieben bis zehn Tage.

Das bedeutet auch: Haare, die in dieser Zeit sichtbar werden, sind nicht automatisch neu gewachsene Haare. Ein Teil davon befindet sich bereits im Ausschleusungsprozess aus dem behandelten Follikel.

Nicht ziehen, nicht zupfen

Auch nach der Behandlung gilt weiterhin:

Nicht wachsen, nicht epilieren und nicht zupfen.

Die Behandlungsserie soll ihren vorgesehenen Wachstumsrhythmus behalten. Zwischen den Terminen wird bei Bedarf ausschließlich rasiert.

Warum Nachsorge bei BeauMed Teil der Behandlung ist

Eine Laserbehandlung endet für uns nicht in dem Moment, in dem der letzte Impuls gesetzt wurde.

Die Haut wurde intensiv behandelt und soll anschließend möglichst ruhig regenerieren können.

Deshalb lautet die BeauMed-Nachsorge einfach:

Haut beruhigen lassen. Direkte Sonne vermeiden. Zusätzliche Hitze und Reibung zunächst reduzieren. Zwischen den Sitzungen nur rasieren. Und bei ungewöhnlichen Reaktionen lieber einmal zu früh als zu spät beim BeauMed-Team nachfragen.